Europäische Aktien werden seit Jahren mit einem Bewertungsabschlag gegenüber US-Aktien gehandelt. Dieses Memo ordnet ein, welche strukturellen Gründe dahinterstehen, wann sich der Abstand verringern könnte und wie Anleger europäische Aktien im Portfolio sinnvoll einsetzen können.
Gemessen an Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis werden europäische Aktien seit langem deutlich günstiger bewertet als US-Aktien. Für viele Anleger wirkt das auf den ersten Blick wie eine offensichtliche Gelegenheit. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass ein Teil des Abschlags strukturell begründet ist.
Ein Teil des Abschlags kann sich schließen, wenn sich die Gewinnentwicklung in Europa verbessert, etwa durch Investitionsprogramme, eine Stabilisierung der Energiepreise oder Reformen, die die Kapitalmärkte stärker integrieren. Auch eine Phase, in der zyklische und wertorientierte Aktien gegenüber Wachstumswerten zulegen, würde europäischen Indizes zugutekommen.
Ein niedriger Bewertungsabschlag allein ist kein Kaufargument. Er wird erst dann zur Chance, wenn sich Gewinnaussichten verbessern. Als Beimischung zur Diversifikation haben europäische Aktien jedoch unabhängig davon ihren Platz im Portfolio.
Hinweis: Dieses Memo dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.