Dividendenstrategien mit US-Aktien
Wie sich verlässliche Dividendenzahler erkennen lassen und worauf es bei Dividendenrendite und Ausschüttungsquote ankommt.
Wie sich verlässliche Dividendenzahler erkennen lassen und worauf es bei Dividendenrendite und Ausschüttungsquote ankommt.
Dividenden sind ein greifbarer Teil der Aktienrendite. Über lange Zeiträume hat die Wiederanlage von Ausschüttungen einen erheblichen Teil der Gesamtrendite des US-Aktienmarkts ausgemacht. Unternehmen, die ihre Dividende über viele Jahre zuverlässig steigern, zeigen zudem oft eine solide Geschäftsentwicklung und eine disziplinierte Kapitalallokation.
Die Dividendenrendite ist die jährliche Ausschüttung geteilt durch den Aktienkurs. Eine sehr hohe Rendite ist jedoch kein Qualitätsmerkmal, sondern häufig ein Warnsignal: Sie entsteht oft, weil der Kurs gefallen ist und der Markt eine Kürzung der Dividende erwartet.
Die Ausschüttungsquote zeigt, welcher Anteil des Gewinns als Dividende ausgezahlt wird. Liegt sie dauerhaft nahe oder über 100 Prozent, ist die Dividende nicht nachhaltig gedeckt. Aussagekräftiger als der Gewinn ist häufig der freie Cashflow, weil er zeigt, wie viel Geld tatsächlich für Ausschüttungen zur Verfügung steht.
Eine moderate Anfangsrendite mit stetigem Wachstum kann langfristig mehr einbringen als eine hohe, aber stagnierende Dividende. In den USA gibt es eine Reihe von Unternehmen, die ihre Dividende seit Jahrzehnten ununterbrochen erhöhen.
Für Anleger in Deutschland wird auf US-Dividenden eine Quellensteuer einbehalten, die sich mit dem entsprechenden Formular reduzieren und teilweise auf die deutsche Steuer anrechnen lässt. Zudem unterliegen die Erträge in Euro gerechnet dem Wechselkursrisiko des US-Dollars.
Hinweis: Dieser Guide dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar.