Qualitätsaktien in den USA finden
Anhand welcher Merkmale sich Qualitätsunternehmen erkennen lassen und warum Qualität allein nicht vor Überbewertung schützt.
Anhand welcher Merkmale sich Qualitätsunternehmen erkennen lassen und warum Qualität allein nicht vor Überbewertung schützt.
Qualitätsaktien sind Unternehmen mit hoher Profitabilität, stabilen Gewinnen und einer soliden Bilanz. Sie sind oft in der Lage, ihre Gewinne auch in schwierigen Konjunkturphasen zu halten, und verfügen über Wettbewerbsvorteile, die Konkurrenten schwer angreifen können. Am US-Markt finden sich besonders viele solcher Unternehmen, etwa in den Bereichen Software, Gesundheit und Markenkonsumgüter.
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) zeigt, wie effizient ein Unternehmen mit dem ihm anvertrauten Geld wirtschaftet. Liegt sie über Jahre deutlich über den Kapitalkosten, schafft das Unternehmen Wert für seine Aktionäre.
Hohe und über den Zyklus stabile Bruttomargen deuten auf Preissetzungsmacht hin. Unternehmen mit Preissetzungsmacht können steigende Kosten an Kunden weitergeben und sind dadurch besser gegen Inflation geschützt.
Eine geringe Verschuldung im Verhältnis zum operativen Ergebnis verschafft Handlungsspielraum in Krisen und macht das Unternehmen unabhängiger von den Kapitalmärkten.
Wenn der operative Cashflow den ausgewiesenen Gewinn regelmäßig deckt, spricht das für eine hohe Gewinnqualität. Große Abweichungen können auf aggressive Bilanzierung hindeuten.
Auch das beste Unternehmen kann eine schlechte Investition sein, wenn der Kaufpreis zu hoch ist. Qualitätsaktien werden am Markt häufig mit einem Aufschlag gehandelt. Sinnvoll ist es daher, eine Liste von Qualitätsunternehmen zu führen und dann zuzugreifen, wenn Marktschwankungen die Bewertung auf ein vernünftiges Niveau bringen.
Hinweis: Dieser Guide dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.